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Erntedank

Ein alter Brauch

Das Erntedankfest hat seinen Ursprung wahrscheinlich im alten Rom bzw. bei den Griechen, die zur Erntezeit ein Fest zu Ehren der Göttinnen des Getreides Ceres bzw. Demeter feierten.

Im Christentum wurde dann Gott für die reichen Gaben der Erde gedankt. Dies ist als Brauchtum und Tradition bis heute erhalten geblieben. Die Kirchen werden mit Kränzen geschmückt und mancherorts auch mit einer Erntekrone, vor dem Altar werden Körbe mit Gemüse und Obst gestellt und es wird ein besonderer Gottesdienst gefeiert.

Das Erntedankfest im Waldorfkindergarten

Zum Erntedankfest bzw. zum Beginn der Erntedank Woche bringt jedes der Kinder ein kleines Körbchen mit in den Kindergarten. Dieses ist gefüllt mit Obst, Gemüse, Korn und Nüssen. Sie alle finden Platz auf dem geschmückten Erntedanktisch. An jedem Tag der Woche wird nun eifrig gekocht und gebacken und aus all den Schätzen leckere Speisen geschaffen. Jedes Kind trägt etwas dazu bei. Begleitet durch die Erwachsenen kann ein Gefühl der Dankbarkeit für den Reichtum entstehen, den die Erde uns schenkt. 

Gerade in unserer Zeit ist das Gefühl der Dankbarkeit so wichtig. Durch Dankbarkeit kann ich mich mit der Welt verbinden, aus der Dankbarkeit heraus kann ich zum Empfinden von Liebe für alles Lebendige um mich herum gelangen. 

Das Erntedankfest bietet die Möglichkeit echte Dankbarkeit in uns entstehen zu lassen. Aber auch täglich können wir dies im Kleinen üben, indem wir uns vor den Mahlzeiten einen kurzen Moment zum "Danke" Sagen nehmen:

Das Brot vom Korn,

das Korn vom Licht,

das Licht aus Gottes Angesicht.

Die Frucht der Erde

aus Gottes Schein,

Lass Licht auch werden

im Herzen mein.